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Ein Hilferuf aus dem Kinderheim Pierre du Pauvre in Benin

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Wer kann uns helfen?

Hier einige Infos:
Seit vielen Jahren engagiert sich die Journalistin Felicité Kao für bedürftige Kinder in ihrem Kinderheim und sendet herzliche Grüße von Kindern und Müttern. Sie ist zutiefst dankbar für die Hilfe, die ihr von hier gegeben wird und bedankt sich in allen Briefen und Telefonaten aufs Herzlichste!


Ursprünglich lebten sie und ihr Ehemann, der Orthopäde Théophile N`Gnama, in Kara in Togo. Dort begannen sie 1983 – durch ihren tiefen christlichen Glauben motiviert – zunächst behinderte und dann verlassene Kinder und Waisen (über 100) aufzunehmen, um ihnen ein Zuhause, Schutz, Nahrung und Bildung zukommen zu lassen. Durch die zusätzliche Aufnahme von allein stehenden Müttern mit Kindern zu deren Unterstützung hat sich im Laufe der Zeit eine feste Gemeinschaft gebildet. Leider verstarb der Ehemann von Felicité sehr früh in 2006, dennoch hat sie an ihrer Berufung festgehalten und das Kinderheim – neben ihren Aufgaben als Mutter – weitergeführt.

Anlässlich der Hochzeit des in Deutschland lebenden Bruders von Felicité entstand 1988 ein freundschaftlicher Kontakt mit Magdalena Koller und ihrem Mann.
Aufgrund der schlechten Sicherheitslage in Togo sah sich die Gemeinschaft 2011 schweren Herzens gezwungen, in das demokratische Nachbarland Benin zu fliehen. Hier mussten sie ganz von vorne anfangen und lebten zunächst als Flüchtlinge in gemieteten Hütten unter sehr einfachen Verhältnissen in einem Dorf, unweit von Cotonou, der größten Stadt Benins. Ihr großer tiefer Glaube und ihr Vertrauen auf Gott halfen ihnen nicht zu verzagen.

Besonders in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Probsthagen konnte durch viele kleine und große Aktionen durch deren Pastorin Anne Riemenschneider und Magdalena Koller sowie ihrem Unterstützerkreis dem Kinderheim immer wieder geholfen werden. Durch viele, zum Teil großzügige Spendengelder, Benefizkonzerte und Kollekten anderer Spender und weiterer Kirchengemeinden gelang es der Gemeinschaft 2012, ein Grundstück zu erwerben und ein eigenes Haus zu bauen. Durch einen Garten können sie sich mit frischem Gemüse selbst versorgen. Die Kinder und Jugendlichen haben ein sicheres Zuhause, Schulbildung und medizinische Hilfe erhalten. Sie lernen Nähen und Fertigkeiten in der Landwirtschaft. Einige Jugendliche studieren sogar und werden ein wenig dabei von der Gemeinschaft unterstützt.

Felicité Kao ist es auch gelungen, die Staatsbürgerschaft von Benin für sich und alle Kinder zu bekommen und die offizielle Anerkennung des Kinderheims unter neuem Namen l`Ong Maison du Partage, zu erreichen. Dadurch hat die Gemeinschaft einen relativ sichereren Status und hat durch den eigenen, wenn auch sehr bescheidenen Besitz, auch eine gewisse Stabilität erlangt.

2017 wurden aufgrund staatlicher Maßnahmen die kleinen Stände in der Hauptstadt geschlossen und der Verkauf der selbst gefertigten Erzeugnisse verboten. Damit wurde es für die Gemeinschaft zunächst viel schwieriger, selbst Geld zu verdienen.

Einige junge Leute haben inzwischen an einem Beschäftigungsprojekt teilgenommen und sind befugt, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Die Gemeinschaft war sogar in der Lage, ein Angebot zum Erlernen der Landwirtschaft zu machen. Damit wurde wiederum das Kinderheim unterstützt. Sogar ein Fischteich wurde gebaut, um die Versorgung der Gemeinschaft mit Eiweiß sicherzustellen. Ziel dieser Aktivitäten ist es, immer unabhängiger zu werden.

Wenn Kosten für Schulsachen wie Bücher u. Schuluniformen, Impfungen gegen auftretende Krankheiten oder andere unvorhergesehene Ausgaben anfallen, entstehen für die Gemeinschaft und uns als Unterstützer immer wieder besonders schwierige Situationen.

Den persönlichen Kontakt zu halten fällt aufgrund der enormen Entfernung sehr schwer. Zuletzt war Felicité im Jahr 2003 bei Kollers in Engern zu Gast. In der Vergangenheit wurde das Kinderheim 2011 von einem Bekannten der Familie Koller in Benin besucht, Dr. Burkhard Luber, der einen Bericht und Bilder mitbrachte (Suche im Internet: Pierre du Pauvre – ein Kinderprojekt in Benin). Zudem war eine Austauschschülerin aus dem Bereich Stadthagen 2017 in Cotonou und hat Felicité dort getroffen. Daher haben wir von Zeit zu Zeit Augenzeugenberichte über die Situation dort.

Aufgrund des zunehmend sehr gefährlichen Verkehrs kam es zu einem Unfall, bei dem Felicité und auch Kinder verletzt wurden. Daher möchte die Gemeinschaft nun einen kleinen, gebrauchten Bus anschaffen, der zum einen mehr Sicherheit im Straßenverkehr und vor Kindesentführungen bietet und zum anderen auch weitere Vorteile hinsichtlich ihrer Mobilität bringen würde. Wie dort üblich, werden Wege zur Schule oder zum Einkaufen zu Fuß oder mit kleinen Motorradtaxis zurückgelegt. So könnten zum Beispiel Lebensmittel auf dem Land gekauft werden, da diese dort sehr viel billiger sind als in der Stadt. Mindestens 2 Personen aus der Gemeinschaft könnten den Bus fahren. Die Kosten für den Bus würden ca. 10.000 Euro betragen.

Felicité hat die jetzt die Möglichkeit, einen Mikrokredit aufzunehmen. Sie muss aber sehr kurzfristig 3.000 Euro selbst einbringen und würde für die restlichen 7.000 Euro einen Mikrokredit bekommen, welcher in Raten abbezahlt wird, die natürlich auch wieder aufgebracht werden müssen.

Wir möchten dieses Anliegen, mit dem Kauf des Busses für mehr Sicherheit zu sorgen und durch neue Möglichkeiten unabhängiger von Spenden zu werden, unterstützen und bitten daher um Ihre Mithilfe.

Leider sind die laufenden Spendeneinnahmen, mit denen wir die unermüdliche Arbeit von Felicité unterstützen, immer weniger geworden und so können wir nur in sehr engen Grenzen Hilfe für das Nötigste zum Überleben leisten.

Auch in Benin gibt es mittlerweile Fälle von Corona – zuletzt berichtet Felicité, dass sie zu Hause bleiben müssen und es daher sehr schwierig bis unmöglich ist Geld zu verdienen. Daher werden sie nun ebenfalls unsere Unterstützung brauchen.

Das gesammelte Geld wird für Ernährung, Bildung und medizinische Hilfe verwendet sowie für Projekte, die Ihnen Chancen eröffnen unabhängiger zu werden. Es entstehen keine Verwaltungskosten. Spendenquittungen können von der Kirchengemeinde Steinbergen ausgestellt werden.

Felicité und ihre Helfer haben mit unserer Unterstützung schon sehr viel erreicht, gerne würden wir diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben. Es liegt uns sehr am Herzen, solch eine erfolgreiche und verlässliche Eigeninitiative direkt vor Ort zu unterstützen um damit den Menschen in Benin selbst zu ermöglichen, Bildung zu erlangen und sich durch Selbsthilfe in ihrem Land weiter zu entwickeln.

Es wäre wundervoll, wenn Sie dieses Projekt unterstützen würden!

Felicité mit den Müttern bedanken sich schon jetzt herzlichst bei Gott und bei allen bisherigen und künftigen Spendern.

Für den Unterstützerkreis: Susanne Biro, Magdalena Koller, Anne Riemenschneider

Kontakt:
Ev.-luth. Kirchengemeinde
Kirchstr. 4, 31737 Rinteln
Tel. 05751-5395
Mail: buero@kirche-steinbergen.de

Spendenkonto: Sparkasse Schaumburg IBAN: DE16 2555 1480 0522 9171 11 BIC: NOLADE21SHG